Kind mit VR-Brille

Häufige Fragen an Phobius


Wenn Sie in unseren FAQ's nicht fündig geworden sind, können Sie sich telefonisch oder via Mail an uns wenden. Wir sind Ihnen gerne jederzeit behilflich.


Über unser Therapieangebot

Pro Einheit kostet die Behandlung 120 €. Beachten Sie jedoch, dass wir auch Sozial- und Studententarife anbieten. Geld sollte einer erfolgreichen Therapie nicht im Weg stehen.

Außerdem legt Phobius großen Wert auf eine effektive und rasche Therapie, wodurch Sie nur die Stunden in Anspruch nehmen, die Sie auch wirklich benötigen.


Durchschnittlich benötigen wir 8 - 10 Sitzungen für eine erfolgreiche Therapie. Dies kann jedoch variieren und hängt stark von der Angststörung ab. Eine klassische Spinnenphobie kann in der Regel aber rasch behandelt werden.


Aktuell werden klinisch-psychologische Behandlungen leider noch nicht von den Krankenkassen refundiert. Die finanzellen Investitionen wären somit privat zu übernehmen. Dies bietet Ihnen maximale Flexibilität und reduziert darüber hinaus die Wartezeiten.


Phobius nutzt die Methode der kognitiven Verhaltenstherapie. Dabei werden konkrete Probleme im Hier und Jetzt angegangen. Dies geschieht kognitiv, das heißt Ihre Gedanken, Einstellungen, und Überzeugungen stehen im Mittelpunkt. Im Rahmen der Therapie gestalten wir Wahrnehmungsprozesse neu, indem Kognitionen bewusst gemacht, irrationale Einstellungen korrigiert und neue Überzeugung in den Alltag reintegriert werden.


Als Teil der Verhaltenstherapie setzt Phobius im Rahmen der Behandlung auf Exposition. Diese hat sich in einer Vielzahl von wissenschaftlichen Studien bei Angst- und Panikstörungen als höchst effektiv erwiesen. Da Patienten mit Phobien generell zu Vermeidung neigen, braucht es die Auseinandersetzung mit der Angst, um neue Erfahrungen erst möglich zu machen.

In der Konfrontationstherapie werden Sie angstauslösenden Reizen begegnen und den Umgang mit diesen üben. Begleitet durch unsere Psychologen kommt es zu einer Gewöhnung der Angstsituation, wodurch Sie einen dauerhaften Therapieerfolg erreichen.


Rund um das Thema Angst

Zunächst einmal ist Angst etwas ganz Normales und Gesundes. Angst ist ein Schutzmechanismus, der uns daran hindert, gefährliche Dinge zu tun. Von großer Höhe nach unten zu schauen bereitet den meisten von uns ein flaues Gefühl im Bauch und auch ein brüllender Löwe lässt uns nicht kalt. Diese Ängste sind aber normal und hilfreich, da sie uns tatsächlich auf etwas Bedrohliches hinweisen. Wenn die Ängste allerdings beginnen, das alltäglichen Leben einzuschränken, verlieren sie ihre ursprünglich hilfreiche Funktion und werden zum unliebsamen und ständigen Begleiter.


Eine Angstreaktion soll uns auf Flucht oder Kampf in einer gefährlichen Situation vorbereiten. Das Herz beginnt schneller zu schlagen, der Blutdruck steigt, die Atmung beschleunigt sich und die Muskelspannung wird erhöht. Wir beginnen zu schwitzen, zittern, fühlen uns schwindelig und spüren, dass unser Herz rast. Dabei ist es dem Körper völlig egal, ob die Gefahr tatsächlich besteht oder nicht. Wird die Angst zu stark oder gibt es keine Möglichkeit der Situation zu entkommen, kann der Körper auch in eine Art Angststarre verfallen. Der Puls sinkt, die Muskeln versteifen sich und die Kontrolle über den Körper lässt nach. Es fühlt sich an, als wäre man versteinert und wie am Boden festgewachsen.


Phobien gehören zur Gruppe der Angststörungen. Von einer Phobie spricht man, wenn man übermäßige Angst vor eigentlich ungefährlichen Dingen oder Situationen hat. Derzeit sind über 600 verschiedene Arten von Phobien bekannt. Es gibt nahezu keinen Gegenstand und keine Situation, vor der wir nicht Angst entwickeln könnten. Selbst wenn den Betroffenen klar ist, dass die Situation oder das Objekt vollkommen ungefährlich ist, scheint es ihnen fast unmöglich, sich der Angst zu stellen. Bei einer Phobie ist die angstauslösende Situation oder das Objekt nicht das eigentliche Problem, sondern vielmehr die falsche Interpretation davon.


Zur Behandlung von Phobien greift Phobius auf die lang bewährten Konzepte der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) zurück und verknüpft diese mit der innovativen Technologie der virtuellen Realität. Anwendung findet die KVT bei zahlreichen psychischen Störungen - angefangen bei Stress, über Beziehungsprobleme, bis hin zu schweren psychiatrischen Erkrankungen. Besonders bei Angststörungen und Phobien erzielt die KVT die besten Ergebnisse, wie zahlreiche Studien zeigen konnten. Ziel dabei ist es, negative Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen, durch effektive Handlungsstrategien zu ersetzen und schließlich die Gefühle gegenüber dem gefürchteten Objekt zu verändern.

Aber wie genau funktioniert das?

Im Grunde durchlaufen Sie bei uns 3 große Schritte. Am Anfang steht immer die Aufklärung über die Angst. Sie werden lernen aus welchen Komponenten sich eine Angst entwickelt, wie sie funktioniert aber auch warum sie hartnäckig bestehen bleibt. Denn nur wer sich und seine Angst kennt, kann sie auch effektiv bekämpfen. Der zweite große Schritt sind Techniken zur Angstbewältigung. Sie zielen darauf ab die körperlichen Symptome (Zittern, Herzrasen, Schwindel, Hyperventilation) beim Auftreten der Angst effektiv unter Kontrolle zu bekommen. Erst wenn Sie alle mentalen sowie körperlichen Techniken beherrschen, machen wir gemeinsam den letzten Schritt – die Konfrontation. Auch hier geben Sie das Tempo an. Meistens beginnen wir mit leichtem Material (Bilder, Videos etc.). Aber sobald Sie sich bereit fühlen, tauchen wir in die virtuelle Realität ein und schauen uns Ihre Phobie aus nächster Nähe an. Aber keine Sorge, bei uns haben Sie immer die Gewissheit, dass Ihnen nichts passieren kann. Sie werden schnell merken, dass Sie Ihre Angst sehr gut kontrollieren können.


Die Konfrontation mit dem angstauslösenden Objekt oder der angstauslösenden Situation ist ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung von Angststörungen und Phobien. Für Betroffene ist aber allein der Gedanke einer Konfrontation kaum erträglich, was sie wiederum davon abhält, ihre Ängste behandeln zu lassen. Die innovative Technik der virtuellen Realität bietet den fehlenden Zwischenschritt zwischen Gesprächstherapie und Konfrontation im realen Leben. Hier kann den Ängsten in sicherer, kontrollierbarer und vorhersehbarer Umgebung begegnet werden und die Intensität der Situation individuell auf die KlientInnen abgestimmt werden.