Ca. 29% aller Menschen leiden unter Angststörungen

Obwohl die Behandlung von Phobien sehr hohe Erfolgsraten aufweist, sucht nur ein kleiner Teil der Patienten mit spezifischer Phobie professionelle Hilfe.

Panikattacken (Panikstörung)

Panikattacken kommen plötzlich und völlig unerwartet. Schweißausbrüche, Herzrasen und Atemnot begleitet von der Angst die Kontrolle zu verlieren bis hin zu Todesangst sind typische Anzeichen für eine Panikattacke. In der Regel verschwindet sie nach einigen Minuten wieder.
Hat man diese intensive Angst einmal erlebt, entwickelt sich daraus oft eine immer stärker werdende Angst erneut eine Panikattacke zu erleiden. Dies führt dann zu der sogenannten Panikstörung (mindestens eine Panikattacke pro Monat).
Panikattacken entstehen oft durch eine falsche Interpretation von körperlichen Symptomen. Daher suchen Betroffene häufig nach körperlichen Ursachen wie einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall. Für viele Angsterkrankte führt das zu einem regelrechten „Ärzte-Hopping“, da die zugrundeliegende Panikstörung oft nicht erkannt wird.
Ca. 20% der Bevölkerung erleben mindestens einmal im Leben eine Panikattacke, ca. 2% entwickeln eine Panikstörung. Frauen (Jacobi et al., 2004) sind von Panikstörungen etwa doppelt so häufig betroffen.
Nur äußerst selten verschwindet eine Panikstörung von alleine. Moderne Therapieformen weisen jedoch gute Prognosen für eine schnelle Besserung auf.

Struktur und Ablauf der Behandlung


Im Laufe der Behandlung erfahren Sie, was genau Angst ist, wie sie entsteht und warum sie zu einem ständigen Begleiter wurde. Sie werden lernen, wie die Angst mit effektiven Strategien und Verhaltensweisen der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) behandelt werden kann. Die KVT ist eine speziell für Ängste geeignete Therapie und erfordert Ihre aktive Mitarbeit. Am effektivsten ist die KVT, wenn sie auf Ihre individuelle Angst zugeschnitten ist und wenn Sie die Strategien zur Behandlung Ihrer Symptome regelmäßig üben. In dieser Behandlung werden Sie lernen, mit körperlichen Beruhigungstechniken, geistigen Strategien und Verhaltensübungen gegen Ihre Panik vorzugehen.

1. Einheit Kennenlernen, Exploration
2.-4. Einheit Wissensaufbau, Erlernen der Techniken zur Angstbewältigung, Strategien erproben
5.-7. Einheit Virtuelle Exposition (Konfrontation)
8. Einheit Abschlussgespräch und Erfolgsplanung für die Zukunft
Eine Panikstörung verschwindet nicht von alleine - im Gegenteil, sie kann im Laufe der Zeit schlimmer werden und vielfältige Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Trotzdem lassen sich die meisten Betroffenen nicht behandeln, obwohl dies innerhalb weniger Sitzungen erfolgreich möglich wäre.


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