Ca. 29% aller Menschen leiden unter Angststörungen

Obwohl die Behandlung von Phobien sehr hohe Erfolgsraten aufweist, sucht nur ein kleiner Teil der Patienten mit spezifischer Phobie professionelle Hilfe

Lampenfieber und Angst vor Vorträgen

Lampenfieber hat viele Gesichter. Am meisten gefürchtet sind dabei die körperlichen Reaktionen wie Schwitzen, Erröten, eine unsichere, sich überschlagende Stimme oder Zittern, da sie die bevorstehende Situation erheblich erschweren oder unmöglich machen. Ein Pianist mit schwitzigen Fingern hat geringeren Halt auf den Tasten. Ein Vortragender mit unsicherer Stimme oder zittrigen Händen wirkt weniger überzeugend. Die Symptome beginnen oft schon Stunden vor dem Auftritt und steigern sich kontinuierlich. Lampenfieber ist eigentlich eine spezifische Form der sozialen Phobie - die “soziale Phobie vom Leistungstypus”. Der Auslöser ist oft ein traumatisches Erlebnis, bei dem man sich öffentlich blamierte oder ausgelacht wurde.

Struktur und Ablauf unserer Behandlung


Im Laufe der Behandlung erfahren Sie, was genau Angst ist, wie sie entsteht und warum sie zu einem ständigen Begleiter wurde. Sie werden lernen, wie die Angst mit effektiven Strategien und Verhaltensweisen der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) behandelt werden kann. Die KVT ist eine speziell für Ängste geeignete Therapie und erfordert Ihre aktive Mitarbeit. Am effektivsten ist die KVT, wenn sie auf Ihre individuelle Angst zugeschnitten ist und wenn Sie die Strategien zur Behandlung Ihrer Symptome regelmäßig üben. In dieser Behandlung werden Sie lernen, mit körperlichen Beruhigungstechniken, geistigen Strategien und Verhaltensübungen gegen Ihr Lampenfieber vorzugehen.

1. Einheit Kennenlernen, Exploration
2.-4. Einheit Wissensaufbau, Erlernen der Techniken zur Angstbewältigung, Strategien erproben
5.-7. Einheit Virtuelle Exposition (Konfrontation)
8. Einheit Abschlussgespräch und Erfolgsplanung für die Zukunft
Lampenfieber verschwindet nicht von alleine - im Gegenteil, sie kann im Laufe der Zeit schlimmer werden und vielfältige Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Trotzdem lassen sich die meisten Betroffenen nicht behandeln, obwohl dies innerhalb weniger Sitzungen erfolgreich möglich wäre.


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